schön selbst gemacht

DIY: marmorierte Blumentöpfe

2. März 2015
DIY_Fimo_Blumentopf_1

Vergangene Woche sind neue Mitbewohner bei mir eingezogen. Pflanzliche Mitbewohner. Sukkulenten, um es auf den Punkt zu bringen. Weil ich endlich Grün zu Hause haben wollte. (Und weil sich der Frühling dadurch vielleicht auch angesprochen fühlt und endlich in die Puschen kommt). Es gibt nur einen kleinen aber doch feinen Haken: Meinen Umgang mit Pflanzen. Der ist eher stiefmütterlich. Vor allem was die Wasserversorgung angeht. Da erschienen mir Sukkulenten ganz praktisch. Klein, fein und vor allem robust. Vermute ich Mal. Zumindest sehen sie so aus. Und das wär ihnen durchaus zu wünschen. Denn wenn sie nicht gerade Selbstversorger oder Überlebenskünstler sind, haben Pflanzen bei mir keine Chance auf ein langes Leben.

Beispiel für meine noch ausbaufähige Pflanze-Mensch-Beziehung gefällig? Numero uno: Meine Küchenkräuter. Vertrocknen regelmäßig auf der Fensterbank. Eigentlich könnte ich gleich getrocknete Kräuter kaufen und den Menschen mit dem richtigen grünen Daumen das Küchengärtnern überlassen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Deswegen karre ich allwöchentlich neue (und vor allem FRISCHE) Kräuter nach Hause. Immer in der Hoffnung, sie werden weniger weil ich sie benutze. Und nicht, weil sie vor lauter Durst in sich zusammen fallen. Gelingt mir bisher aber nur selten. Außer bei ganz hartem Zeug, wie Rosmarin. Der überlebt alles. Frost und meinen nicht vorhandenen grünen Daumen.

Numero due: Der Garten. Wie unser Haushalt, der mit allem anderen als üppiger Pflanzenkunde gesegnet ist, über mehrere Quadratmeter schönstes Grün Herr werden soll, ist mir noch immer ein Rätsel. Jedenfalls haben wir das Glück uns nicht mit hundert anderen mehr oder weniger bekleideten Stadtbewohnern bei sommerlichen Temperaturen das öffentliche Grün teilen zu müssen. Ne, ne. Wir haben unsere eigene grüne Oase. Oder sowas ähnliches. Vielleicht liegt es an meinem falschen Pflanzen-Einkaufsmotto. Das lautet nämlich bisher: Kaufen was hübsch aussieht. Und nicht: Kaufen, was ins Gärtchen passt. Das Resultat: Mehrmals jährlich Pflanzen aus- und wieder eingraben. Und hoffen, dass sie länger durchhalten. Auch wenn schon absehbar ist, dass sie es (wahrscheinlich) wieder nicht schaffen werden. Die armen Dinger.

Einen Erfolg kann ich aber bisher auf der Haben-Seite verbuchen. Eine Orchidee – mein ganzer Stolz. Ist 100 Kilometer mir umgezogen, durch dick und dünn mit mir gegangen und hat drei Jahre tapfer bei mir durch gehalten. Ehm, ja. Hat…

Damit meine grünen Mitbewohner auf Zeit während ihres (hoffentlich nicht allzu) kurzen Aufenthaltes bei mir wenigstens ein schönes Zuhause haben, wurden für ihren Einzug schicke, marmorisierte Blumentöpfe vorbereitet. Ein kurzes Pflanzenleben, aber dafür mit Stil. Na, wenn das mal kein Ansporn für sie ist, `ne Weile zu bleiben.

Man nehme…

DIY_Fimo_Blumentopf_Uebersicht

…für zwei marmorierte Mini-Töpfe.
Schritt 1: Aus Fimo mehrere dünne Rollen (ca. 12 cm lang) formen. Je nachdem welche Farbe am stärksten sein soll, mehr oder weniger von einer Fimo-Farbe nehmen.
Schritt 2: Die einzelnen Rollen zu einer großen Rolle zusammen legen und ineinander drehen.
Schritt 3: Gut durchkneten und mit einem Nudelholz flach ausrollen (3-4 mm). Fertig ist der Mamor-Fake-Effekt.

Um Quadrate auszuschneiden, habe ich mir eine 6x6cm-Vorlage aus Papier vorbereitet. Mit einem Cutter und einem Lineal das Fimo entlang der Vorlage zuschneiden – fünf Teile für einen Topf. Die Quadrate nach Packungsangabe im Backofen trocknen lassen.
Sobald sie fertig sind, abkühlen lassen. Die Teile zu einem Topf zusammensetzen. Überstehende Kanten easypeasy mit dem Cutter abschneiden, bevor die Quadrate mit Kleber zusammen geklebt werden.

DIY_Fimo_Blumentopf_2

Für ein ordentliches Sukkulenten-Gewand ist somit gesorgt. Jetzt muss ich sie nur noch gießen.

DIY_Fimo_Blumentopf_3

Und gießen.

DIY_Fimo_Blumentopf_4

Und gießen.

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